An der Ulster
Kulturhaus und Kulturhausumfeld wurden mit Mitteln der EU und Städtebaufördermitteln
saniert und attraktiv umgestaltet.
Wasser übt von jeher eine Faszination auf die Menschen aus. Geisa hat in dieser Beziehung
einiges zu bieten. Der größte Geisaer Fluss ist zweifellos die Ulster. Mit einer Länge von 56
Kilometern ist sie der längste Werranebenfluss in der Rhön. Sie entspringt aus dem Gold-
brunnen am Nordhang des Schwabenhimmels (Heidelstein) in der hessischen Rhön und mün-
det beim Kaliwerk Hattorf zwischen Philippsthal und dem Ortsteil Heimboldshausen in die
Werra. Der Fluss gehört zu den ökologisch wertvollsten Gewässern in Hessen und Thüringen.
Der Schriftsteller und Goethes Sekretär FriedrichWilhelm Riemer (1774 bis 1845) widmete
dem Ulstertal das folgende Gedicht:
„Die Nixe der Ulster“:
Von Buchonias Basalten,
Von dem Fuß der hohen Rhöne,
Sind wir ländliche Gestalten,
Die nach Deinem Feste wallten,
Süß gelockt durch holde Töne.
Ulster nennen mich die Auen,
Die entzückt Dir zugehören,
Gern der hocherhabnen Frauen,
Segen, den sie glücklich schauen,
Frommer Demut voll verehren.
Geisa weiht Dir edlen Roggen
Von dem alten Rockenstuhle;
Und des Flachses, weich wie Flocken,
Dermbach einen goldnen WockenWohl zu man-
cher vollen Spule
Schau mit Huld die kleinen Gaben,
Nur das Herz gibt ihnen Wert!
Reich begabt und hoch erhaben
Dich aufs neue zu begaben,
Ist den Sternen nur gewährt.
Was von ihrer Gunst wir hoffen,
Werden glücklich sie verleihen;
Bald ist fröhlich eingetroffen,
Was mit diesen reinen Stoffen
Unsre Wünsche prophezeien.
Wasser spielt auch auf dem Kulturhausvorplatz eine Rolle. Hier finden BesucherWasserspie-
le, die aus zwölf im Boden eingelassenen Düsen hervortreten und im Sommer als Spielfläche
für Kinder dienen. Der Kulturhausvorplatz wurde gemeinsam mit dem Kulturhaus zu Beginn
der 1950er Jahre gebaut. Der Platz sollte damals als Aufmarschfläche dienen, später wurde
er als Parkplatz genutzt. Heute ist die Fläche ein Platz der Begegnung für Alt und Jung. Ein
Parkplatz für knapp 90 Fahrzeuge entstand hinter dem Kulturhaus. Hier haben Besucher der
Stadt, des Kulturhauses und Wanderer die Möglichkeit ihre Autos abzustellen.
Quellen:
www.rhoen.info, Geisa 1175 Jahre; Südthüringer Zeitung vom 01.07.2013, Seite 16
Bau des Kulturhauses
Foto: Gustav Möller | Quelle: Bildarchiv Michael Knauf
Blick über die Ulster, im Hintergrund der bebaute Brandplatz
Quelle: Heimat- und Geschichtsverein Geisaer Amt e.V.




