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Alleestraße

Über 180 km erstreckt sich „Der Hochrhö-

ner“ als Fernwanderweg durch die Rhön. Da-

bei führt er durch drei Bundesl

änder:Bayern,

Hessen und Thüringen. Die Tour startet in

Bad Kissingen und führt über die höchsten

Erhebungen des Mittelgebirges bis Bad Sal-

zungen. Zusätzlich zu diesem Fernwander-

weg entstanden entlang des Weges 21 Ex-

tratouren als Rundwanderwege, um gezielt

einzelne Gebiete näher kennenzulernen.

Der „Point-Alpha-Weg“ ist eine dieser Ext-

ratouren. Der Premiumwanderweg führt die

Besucher entlang der ehemaligen innerdeut-

schen Grenze. Auf insgesamt 14,6 Kilome-

tern gibt es viel Interessantes zu entdecken.

Start desWeges ist der Geisaer Schlossplatz

mit dem sanierten Schlossensemble. Im res-

taurierten Barockschloss hat die Point Alpha

Stiftung ihren Sitz. Im Fürstlichen Schloss

gibt es Übernachtungsmöglichkeiten. Vom

Schlossplatz lohnt ein Abstecher zum Gan-

golfiberg mit den Resten des sogenannten

Zentgerichts. Die einzige in Thüringen erhal-

tene mittelalterliche Gerichtsstätte ist über

1000 Jahre alt. Sehenswert ist weiterhin die

Gangolfikapelle auf dem Friedhof mit ihrer

Außenkanzel.

Der Point-Alpha-Weg führt von Geisa weiter

über den Schlangenpfad - so genannt,weil er

sich am Hang entlang schlängelt zum Bocks-

berg und von dort weiter zum Rockenstuhl.

Auf dem Gipfel des Berges sind die Reste ei-

ner mittelalterlichen Burganlage zu finden.

Vom Balkon der Schutzhütte hat man einen

herrlichen Blick in die Hohe Rhön. Am Fuß

des Berges steht das Kreuz der Geiserämter.

Das fünf Meter hohe Kreuz wurde 2006 im

Rahmen eines Mittelalterfestes errichtet.

Unmittelbar neben dem Kreuz findet man

eine Basaltfläche, auf welcher die geschleif-

ten Höfe des Geisaer Amtes eingezeichnet

sind. Die markierten Ansiedlungen wurden

im Verlauf der Errichtung der DDR-Grenz-

anlagen dem Erdboden gleichgemacht und

ihre Bewohner zwangsausgesiedelt. Vom

Geiserämter Kreuz bietet sich ein beeindru-

ckender Panoramablick ins Hessische Ke-

gelspiel.

Am Ulsterblick erlaubt derWeg Einblicke ins

Ulstertal. Über die Wiesenfelder Grotte, ei-

ner Lourdesgrotte mit Marienfigur, und den

Geisaer Ortsteil Wiesenfeld führt der Weg

zurück Richtung Geisa. Oberhalb der Stadt

gelangt man zur Gedenkstätte Point Alpha.

Am wahrscheinlich heißesten Punkt im Kal-

ten Krieg steht eines der aussagefähigsten

und authentischsten Grenzmuseen Deutsch-

lands. Das Museum ist zweigeteilt. Im „Haus

auf der Grenze“ geht es um die Geschichte

der deutschen Teilung und die DDR-Grenz-

anlagen. Über einen informativen Außen-

bereich mit einem Stück Mustergrenze ge-

langen die Besucher in den zweiten Teil der

Gedenkstätte. Hier erfahren sie mehr über

das Leben der amerikanischen Soldaten auf

dem OP Alpha.

Von der Gedenkstätte führt der „Point-Al-

pha-Weg“ zurück zumAusgangspunkt Geisa.

Quelle: Flyer Point-Alpha-Weg

Blick vom Rasdorfer Berg

Quelle: Benedikta Bollenrath

Der Rockenstuhl um die Jahrhundertwende

Foto: Postkarte, 1912 |

Quelle:Thomas

Höhl